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Funktionsübung F1

Der Anstoß, «Attaque du Ton, Parforcehornton, Waldhornton»:

Ziel: Jagdmusikalisch wichtige Grundbegriffe verstehen.

 

 

 

Diese Übung arbeitet die Variationen  (Simile 6-8) in der Übung Nr. 5 aus.

Sie ist extrem wichtig für das Verstehen der musikalischen Besonderheit von Jagdmusik.

Die hier vorgestellten Begriffe stammen zwar aus der Welt der Trompe de Chasse, gelten aber gleichermassen auch für unser Parforcehorn

.

Diese Abbildung stammt aus einer Trompeschule von V. Corrette

In jüngeren Trompeschulen werden die Begriffe leider immer mehr vermischt. Man kann sie aber auch sehr schlecht beschreiben, die  Unterschiede in Tonbeispielen, von einem Lehrer oder in der Gruppe erarbeiten - es lohnt sich !

Gerade das Louré wird in der späteren Literatur zum Roulé umbenannt. Mit Louré meint man ein verbundenes!  Blasen.  Louré ist die Anstoßart, Roulé heißt die tatsächliche Umsetzung in den Noten.

Das Coulé entspricht exakt dem dem "Legato" also ein gebundenes! Blasen.

Das Détaché entspricht dem Begriff "Staccato", insbesondere wenn man weiss dass auch der Begriff

"Staccato" nicht "kurz", sondern eher "getrennt" bedeutet, also getrenntes! Blasen

 Anstoss1  
Anstoss3a
   Anstoss5

Ein sehr weiches „Doh“ ist der korrekte (Wald)Hornansatz.

Die Form erinnert an einen Rettich mit einem runden Anfang. Das Ende geht auf die Nulllinie zurück.

Piqué ist der wichtigste und korrekte Jagdhornansatz.

Er beginnt steiler (piquiert), geht aber auch auf Null zurück.

Form: Keile, Dreieck

Louré (Roulé): Die Töne verbinden sich, verschmelzen, fließen mehr ineinander.

Nulllinie geht nicht mehr ganz zurück (bleibt hoch).

 

Détaché: Nulllinie, Trennung der Töne, sehr steiler Beginn.

entspricht dem

"Staccato"

Coulé (auch Lié) entspricht

dem "Legato" 

Waldhorn Glockenartig Verbunden Getrennt Gebunden

 

Piqué: kommt vom französischen Wort „piquer“, Stechen, Pieksen, Pikieren. Es beschreibt einen Ton, wie wenn man eine Keramikschüssel, Klangschale oder Glocke anschlägt. Es wird auch "Piquet"  geschrieben. Man beschreibt mit dem Begriff also ein  glockenartig betontes! Blasen

In der französischen Literatur findet man folgende schöne Allegorie: 

Das Piqué wird geboren, erlebt eine kurze, heftige Jugend, blüht im Sommer auf, um auch schon im frühen Herbst wieder zu verblassen und einen sehr frühen Tod zu finden. Der Ton bleibt uns dann aber in Erinnerung. Diese Beschreibung, gerade die des Aufblühens hat etwas mit dem Klangerlebnis zu tun. Der Ton muss anfangs sehr gestützt sein, um auch sofort wieder abphrasiert zu werden. Das Blühen ist beim Piqué ein sehr wichtiges Element.

Louré: Hier ein Beispiel für verbundenes Blasen. Obwohl es sich sehr wie das Original auf der Trompe anhört, das erste mit mehr Vibrato, ist es auf einem Parforcehorn geblasen. Es handelt sich um eine traditionelle Fanfare: "Le Lievre -Der Hase"

 

Hase

Ausführung:  Trompestil mit Vibrato

 

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