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Download this file (Trompe enchantee.pdf)Vorwort von Trompe enchantee[ ]2229 kB

Der Zugang zur Virtuosität

Die Virtuosität auf der Trompe ist eine Frage des Geschmacks, manchmal auch der Mode. Sie ist notwendigerweise Ausdruck einer erworbenen Bildung, einer hoch entwickelten Aufnahmefähigkeit und einer sicheren Beherrschung des Instruments.

Chauvinismus und selbstgerechter Stolz können an eine spontane Virtuosität glauben lassen. Es sind augenscheinlich diejenigen welche durch den Anschein zu wissen glauben, aber… die Wirklichkeit ist eine ganz andere. Virtuosität ist gekennzeichnet durch beständige Leistung sowohl in Hinsicht auf Schwierigkeit und Dauer.
Der Radouci erfordert die Vortragsweise „dolce“ mit all den großartigen Möglichkeiten der Ausdrucksvielfalt (der musikalischen Sprache). In den großen Fantasien bildet der Radouci einen Kontrast zu „fortissimo“ und „mezzoforte“ und bringt diese damit stärker zur Geltung. Es ist das Register des Instruments, welches das größte Können erfordert.
Der Vortrag kann langsam oder schnell sein, sehr leise oder nuanciert, staccato oder legato, traurig oder fröhlich, sehr hoch oder tief, gedämpft oder schmetternd, voller Tatkraft oder leidend, mit oder ohne Rubato

Ohne Zweifel ist die Virtuosität eine gekonnte Mischung all dieser Fähigkeiten, der zu Folge der Interpret mit seiner Sensibilität das Werk verstehen und den Vorgaben des Komponisten entsprechend interpretieren kann. Sie stellt auch große Anforderungen an die Aufmerksamkeit. Durch gleichzeitiges Hören des Wiedergegebenen spielt der Bläser der ersten Stimme das Grundthema und weiß das Thema dominierend mit den Begleitstimmen in Einklang zu bringen.

Es muss wirken, wie aus einem Guss.

Für jeden der Interpreten der „Radouci-Gruppe“ ist ein gewisses musikalisches Können erforderlich, um mit Hilfe verschiedener angepasster Techniken eine wohlempfundene Stimmung entstehen zu lassen.

Ist das nicht der Fall, dann fehlt dem persönlichen und gemeinsamen Ausdruck die Tiefe. Häufig erleben wir, dass eine zuvor von anderen Gruppen vorgetragene Version eines Stückes nachgespielt wird. Dann entsteht aber nichts als eine blasse Kopie, die immer unvollkommen sein wird und der jede Tiefe des Gefühls fehlt. Die Wirkung ist vom Zufall abhängig, weil nicht verstanden und nicht persönlich erlebt.

 

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